letture amArgine: Stefanie Golisch Breve elenco dei destini

Breve elenco dei destini

Ognuno è benvenuto.

Franz Kafka, Amerika

Nella vita non era riuscito a combinare nulla. Ma quando usciva di casa, fischiava sempre.
Per cinque anni aveva ricamato il corredo di una futura regina.
Era bello forte violento. Un semidio tra pallidi mortali.
Dopo il primo, maldestro tentativo di amare decise di lasciar perdere.
E’ andata con tutti. Gli son piaciuti tutti e lei è piaciuta a tutti.
Avrebbe voluto piovere. Essere la pioggia.
In vita ha fatto il pilota d’aereo. Ora fa le parole crociate.
Scrive una lettera, la mette in una busta e si siede accanto alla buca delle lettere.
Oscillava tra il voler sapere e non sapere chi era.
Era veramente brutta. Perdonava tutto e tutti.
Sono la regina della strada. Costo poco. Il mio regno è infinto.
Suo compito era di dire a un certo punto andate in pace. Ma ci credeva poco.
Le piacevano gli uomini sposati. Sapeva che si sarebbe rovinata e così fu.
Il suo primo amico era un corvo, il secondo un gobbo.
Biografia di un leopardo era il titolo ambizioso dato alla sua opera prima.
Alla domanda perché l’avrebbe sposata rispose perché il cane non abbaiava, quando ti vedeva.
Poco prima di morire, fece chiamare il parrucchiere. Era curioso di vedersi con i capelli ricci.
La roulette era la sua vita. Il suo sistema era infallibile, ma non indovinava mai.
Apriva la bocca solo per mentire. Le sue menzogne incantavano mari monti e donne di tutte le età.
Ha sessanta anni, ma i bambini ancora non vogliono giocare con lui.
Quando passeggia lungo il fiume tiene in mano un sogno da ragazza.
Ecco l’uomo in canottiera grigiastra che fuma alla finestra della cucina.
A ottantasei anni attende ancora.
Sebbene non avesse mai letto l’omonimo racconto di Joseph Roth, lui era il Santo bevitore.
Vista l’indiscutibile complessità delle vicende umane, i suoi discorsi tendevano ad aggrovigliarsi.
Da generazioni la parola aveva atteso di essere pronunciata proprio da lui.
Si chiamava Aphrodita. Da ragazza era stata sposata con un uomo che non avrebbe mai amato.
In terza elementare decise che il mondo non avrebbe mai più riso di lui.
La sua bontà era un pozzo senza fondo. A lungo andare stancava.
Non si vergognava di puntare sulla pietà. Le donne adoravano la sua vitale melanconia.
Avrebbe voluto fare tante cose, ma era anche contento di fare niente.
Era matura anzitempo. Arbitro involontario di una coppia di genitori in perenne battaglia.
Alla domanda su cosa volesse fare da grande, rispose: L’accattone. Il suo desiderio fu esaudito.
Qualcuno doveva raccogliere i volti e le voci del suo paese. Non aveva scelta.
Non conosceva affatto sua moglie, ma la trovava molto bella.
All’età di ottantotto anni è morta la sua psicoanalista. Senza aver risolto il caso.
Le sue capre lo chiamavano Goldfinger.
Tutte le domeniche regala al mondo l’immagine perfetta del gran signore.
Per lei la felicità esisteva soltanto quando trovava la giusta parola per essa.
Ogni volta che qualcuno in paese morì, egli fermava orologio a pendola.
Il suo hobby era il modellismo. Adorava i trenini e diffidava delle donne.
Lo avevano chiamato Eros. Come poteva non ubbidire alle leggi del suo dio?
Chiamami, diceva a ogni persona che incontrava. Ma non rispondeva mai.
Mentre lodava la bravura della moglie, si sfogava nelle braccia generose dell’altra.
Gli sarebbe piaciuto essere almeno una volta oggetto di invidia.
All’età di sessantatre anni prese seriamente in considerazione la possibilità di farsi nichilista.
Adorava gli aeroporti. Avrebbe voluto viaggiare senza mai arrivare da nessuna parte.
Le piacevano i film erotici. Erano il suo purgatorio.
Era nata triste. La gente non si fidava di lei.
Il suo motto era: Credere nell’incredibile. Essere incredibile.
E’ partito. Ritornato. Ci ha provato. Non ce l’ha fatto. E’ impazzito.
Pazientemente attendeva i baci distratti di cameriere, infermiere, ex-alunne.
Il suo vizio era il gioco. La morte ebbe esattamente la durata di una partita di scopa.
Gli piaceva vantarsi del fatto che suo figlio era stato concepito sotto la doccia.
Era scettica per natura. Sempre vestita bene, ma senza chic. Aveva un segreto.
Raccoglieva vecchie auto e giovani moglie. La terra era leggera sotto i suoi passi.
Con allegra disinvoltura gli piaceva esclamare questa frase: Che fatica essere uomini!
Il giorno in cui un paparazzo l’aveva ripreso insieme a una starlet in via Veneto. Ecco la vita!
Da giovane aveva comprato una valigia. Bisognava essere pronti per la partenza. In ogni momento.

Kurze Liste der Schicksale

Jeder ist willkommen.
Franz Kafka, Amerika

Niemals war es ihm gelungen, irgendetwas zu Ende zu bringen. Doch wenn er das Haus verließ, pfiff er stets eine kleine Melodie.
Fünf Jahre lang hatte sie an der Aussteuer einer künftigen Königin gestickt.
Er war schön, stark und gewalttätig. Ein Halbgott inmitten blasser Sterblicher.
Nach einem ersten, ungeschickten Versuch zu lieben, beschloss er, es für immer aufzugeben.
Sie hätte regnen mögen. Der Regen sein.
Im Leben war er Pilot gewesen. Heute löst er Kreuzworträtsel.
Sie schreibt einen Brief, legt ihn in einen Umschlag und setzt sich neben den Briefkasten.
Stets schwankte sie zwischen dem Wunsch zu wissen und nicht zu wissen, wer sie eigentlich war.
Sie war wirklich hässlich. Sie verzieh alles und jedem.
Ich bin die Königin der Straße. Ich bin billig. Mein Reich ist unendlich.
Zu seinen Aufgaben gehörte es, es an einer bestimmten Stelle Gehet hin in Frieden zu sagen. Allerdings glaubt er längst nicht mehr daran.
Sie hatte eine Schwäche für verheiratete Männer. Sie wusste, dass sie einst ihr Ruin sein würden und tatsächlich kam es nicht anders.
Sein erster Freund war ein Rabe, der zweite ein Buckliger.
Biografie eines Leoparden lautete der ambitionierte Titel seines ersten Werkes.
Auf die Frage, weshalb er sie eigentlich geheiratet habe, antwortete er, weil der Hund nicht bellte, wenn er dich sah.
Kurz vor seinem Tode ließ er den Friseur zu sich kommen. Einmal im Leben wollte er sich in Locken sehen.
Roulette war sein Leben. Sein System war unfehlbar und ließ ihn niemals gewinnen.
Aus seinem Mund kamen nichts als Lügen. Diese verzauberten Tage und Landschaften und Frauen jeden Alters.
Er ist nun bereits an die sechzig, und noch immer wollen die Kinder einfach nicht mit ihm spielen.
Wenn sie das Flussufer entlang schreitet, trägt sie in ihren Händen einen Mädchentraum.
Der Mann, der im Unterhemd am Küchenfenster steht und eine Zigarette raucht.
Mit sechsundachtzig Jahren wartet er noch immer.
Selbst wenn er niemals in seinem Leben von Joseph Roth gehört hatte, er war der heilige Trinker.
Aufgrund der unzweifelhaften Komplexität des Lebens waren seine Erörterungen einfach unerschöpflich.
Seit Generationen hatte das Wort darauf gewartet, von ihm ausgesprochen zu werden.
Ihr Name ist Aphrodite. Als Mädchen war sie mit einem Mann verheiratet worden, den sie niemals zu lieben gelernt hatte.
Es gab viele Dinge, die er gerne getan hätte, aber ebenso mochte er untätig zu sein.
Noch zu Grundschulzeiten hatte er beschlossen, dass die Welt niemals wieder über ihn lachen würde.
Seine Gutmütigkeit war ein Fass ohne Boden. Auf Dauer war sie nicht auszuhalten.
Er schämte sich keineswegs dafür, um Mitleid zu heischen. Die Frauen waren hingerissen von seiner melancholischen Vitalität.
Sie war ein altkluges Mädchen. Unfreiwillige Schiedsrichterin ewig sich streitender Eltern.
Auf die Frage, was es denn einmal werden wolle, gab das Kind zur Antwort Bettler. Sein Wunsch sollte in Erfüllung gehen.
Einer musste das Schweigen seiner Ahnen durchbrechen. Er hatte keine Wahl.
Zwar hatte er keine Ahnung, wer seine Frau eigentlich war, aber er fand sie immer noch recht ansehnlich.
Im Alter von achtundachtzig Jahren ist seine Psychoanalytikerin gestorben. Ohne seinen Fall gelöst zu haben.
Seine Ziegen nannten ihn Goldfinger.
Jeden Sonntag schenkt er der Welt das vollkommene Bild eines perfekten Gentleman.
Für sie existierte das Glück nur, wenn es ihr gelang, Worte dafür zu finden.
Jedes Mal, wenn im Dorf jemand starb, hielt er das Pendel der Standuhr an.
Wenigstens einmal im Leben hätte er gerne den Neid der anderen auf sich gezogen.
Sein Hobby waren Modelleisenbahnen. Er liebte die Pünktlichkeit der Züge und misstraute den Frauen zutiefst.
Sein Name war Eros. Wie hätte er nicht den Gesetzen seines Gottes gehorchen können?
Ruf mich an, sagte er zu jedem, der ihm über den Weg lief. Doch er antwortete nie.
Während er seine Frau über den grünen Klee lobte, verlor er sich in den großzügigen Armen seiner wechselnden Geliebten.
Im Alter von dreiundsechzig Jahren begann er ernsthaft darüber nachzudenken, Nihilist zu werden.
Er liebte Flughäfen. Er hätte immer reisen mögen ohne jemals irgendwo anzukommen.
Erotische Filme waren ihr ein willkommener Zeitvertreib, eine Art persönliches Fegefeuer.
Sie war traurig zur Welt gekommen. Die Menschen trauten ihr nicht über den Weg.
Ihr Motto lautete: Ans Unglaubliche glauben. Unglaublich sein.
Geduldig wartete er am Ausgang auf die beiläufigen Küsschen von Kellnerinnen, Krankenschwestern und ehemaligen Schülerinnen.
Ihre Leidenschaft war das Kartenspiel. Ihr Tod hatte exakt die Dauer einer Partie Skat.
In angeheitertem Zustand rühmte er sich gerne der Tatsache, dass sein einziger Sohn unter der Dusche gezeugt worden war.
Sie war von Natur aus skeptisch. Stets korrekt gekleidet, allerdings ohne Chic. Sie hatte ein Geheimnis.
Mit fröhlicher Gleichmut erklärte er gerne zu später Stunde, dass er es müde sei, ein Mensch zu sein.
Der Tag, an dem ein Paparazzo ihn mit einem Starlet in der Via Veneto fotografiert hatte. Das Leben!
Als junge Frau hatte sie sich einen Koffer gekauft und sich reisefertig auf einen Stuhl ans Fenster gesetzt.

A short list of destinies

Everyone is welcome

Franz Kafka, Amerika

He never managed to get anything done. But whenever he went out he was always whistling.
For five years she had embroidered the trousseau of a future queen.
He was handsome, strong and violent. A demi-god surrounded by mere mortals.
After a first, clumsy attempt at love, he decided to leave well alone.
She would have liked to rain. To be the rain.
He had been a pilot in the old days. Now he does crosswords.
She writes a letter, puts it in an envelope and sits down next to the mailbox.
He was caught between wanting to know and not knowing who he was.
She was really ugly. She forgave everything and everyone.
I am queen of the roads. I don’t charge much. My kingdom knows no bounds.
His job was to say at a certain point go in peace. But he had little faith in it.
She liked married men. She knew that it would ruin her, and it did.
His first friend was a raven, his second a hunchback.
“Biography of a Leopard” was the ambitious title of his first work.
When asked why he’d decided to marry her, he replied that the dog didn’t bark when it saw her.
Just before dying he got someone to call the hairdresser. He wanted to see what he looked like with curly hair.
The roulette wheel was his life. He had an infallible system, but he never got it right.
He opened his mouth only to lie. His mendacity charmed seas, mountains and women of all ages.
He’s sixty years old, but children still don’t want to play with him.
When she walks by the river she holds her girlhood dream by the hand.
There’s the man in the greyish vest, smoking at the kitchen window.
He is eighty-six and still waiting.
Even though he had never read Joseph Roth, he was the Holy Drinker.
Given the infinite complexity of events, she never stopped talking.
For generations the word had been waiting to be uttered just by him.
Her name is Aphrodite. When she was a girl she’d been married to a man who she would never love.
He could have done many things, but he was also happy doing nothing.
In the third grade he decided that the world would never make fun of him again.
His goodness was a bottomless well. It was tiring in the long run.
He wasn’t ashamed to play the pity card. Women adored his passionate melancholy.
She had to grow up quickly. The unwilling arbiter of warring parents.
When asked what he wanted to do when he grew up, he replied, “A beggar.” And his wish was granted.
Someone had to collect the faces and voices of his town. He had no choice.
He didn’t know his wife at all, but he found her very beautiful.
His goats would call him Goldfinger.
Every Sunday he presented the world with the perfect figure of the perfect gentleman.
It was only possible for her to be happy when she found the right words for it.
Every time someone in the town died he would stop the grandfather clock.
He would have liked to have been the object of envy at least once.
His hobby was making models. He loved model trains and he mistrusted women.
They had called him Eros. How could he not obey the laws of his god?
Call me, he told everyone that he met. But he never picked up the phone.
While praising his wife’s virtues, he would give himself to the warm embrace of another.
At the age of sixty-three he seriously considered the possibility of becoming a nihilist.
He loved airports. He would have liked to travel without ever getting to a destination.
She liked erotic films. They were purgatory for her.
She was born sad. People didn’t trust her.
Her motto was: Believe in the unbelievable. Be unbelievable.
He patiently waited for the meaningless kisses of waitresses, nurses and ex-pupils.
Her vice was gambling. Her death took precisely as long as a card game.
He liked to boast that his son had been conceived in the shower.
She was skeptical by nature. She always dressed well, but she eschewed elegance. She had a secret.
With happy nonchalance he liked to exclaim: “How tiring it is to be a man!”
The day a paparazzo caught him with a starlet on the Via Veneto. This is the life!
When he was young he had bought a suitcase. You must be ready to leave. At any moment.

Un inedito di Stefanie G. : Ho sete di vita

Non è un verso e questa non è una poesia.
È la frase di un uomo seduto davanti alla
vetrina di un negozio di scarpe di lusso.
Milano piove, e chi sarebbe all’altezza di
questa sete? Lui decora dei sassi con lo
smalto delle unghie. Una donna canta a
bassa voce una canzone anni ‘60. I punti
cardinali sono soltanto una grande illusione,
non si fa arte per piacere a qualcuno, ma
perché piove, perché non smette mai
di piovere

Marilyn Nelson: Come scoprii la poesia

Marilyn Nelson

How I Discovered Poetry

It was like soul-kissing, the way the words
filled my mouth as Mrs. Purdy read from her desk.
All the other kids zoned an hour ahead to 3:15,
but Mrs. Purdy and I wandered lonely as clouds borne
by a breeze off Mount Parnassus. She must have seen
the darkest eyes in the room brim: The next day
she gave me a poem she’d chosen especially for me
to read to the all except for me white class.
She smiled when she told me to read it, smiled harder,
said oh yes I could. She smiled harder and harder
until I stood and opened my mouth to banjo playing
darkies, pickaninnies, disses and dats. When I finished
my classmates stared at the floor. We walked silent
to the buses, awed by the power of words.

Come scoprii la poesia

Fu come un bacio dell’anima, il modo in cui le parole mi
riempivano la bocca mentre Mrs. Purdy leggeva alla cattedra.
Tutti gli altri portavano avanti l’orologio alle tre e un quarto,
mentre Mrs. Purdy e io vagavamo calme come nuvole,
nate dalla brezza del Parnaso. In un angolo della classe
aveva colto gli occhi più scuri: il giorno dopo mi diede
una poesia che aveva scelto proprio per me e che dovevo
leggere alla classe. Tutti bianchi, tranne me. Sorrise quando
mi disse di leggerla, e continuò a sorridere, quando disse
che certamente ce l’avrei fatta. Non smise di sorridere finché
mi alzai per aprire la mia bocca a tutti i negri, suonatori di
banjo, scimmie negre, analfabeti. Quando ebbi finito, i miei
compagni guardarono a terra. Andavamo alla fermata
dell’autobus in silenzio, disarmati dalla forza delle parole.

Wie ich die Poesie entdeckte

Es war wie ein Seelenkuss, die Art und Weise, wie die Worte
mir den Mund füllten, während Mrs. Purdy an ihrem Pult
vorlas. Die anderen Kinder stellen ihre Uhr schon mal auf
viertel nach drei, während Mrs. Purdy und ich langsam wie
Wolken in einer Brise vom Parnass wanderten. In einer Ecke
hatte sie die dunkelsten Augen von allen erblickt: Am nächsten
Tag gab sie mir ein Gedicht, das sie extra für mich ausgesucht
hatte, um es vor der Klasse zu lesen. Alles weiße Kinder, außer
mir. Sie lächelte, als sie mich bat, es vorzulesen und lächelte
immer weiter, ganz bestimmt würde ich es schaffen. Sie lächelte
solange, bis ich aufstand und den Mund öffnete für alle Banjo
spielenden Neger, Bimbos, Analphabeten. Als ich fertig war,
starrten meine Kameraden zu Boden. Schweigend liefen wir
zur Bushaltestelle, entwaffnet von der Macht der Worte.

Traduzioni di Stefanie Golisch

I nostri figli non sono i nostri figli di Stefanie Golisch (inediti)

Vado da vecchio. Con una lunga barba
bianca cammina davanti a mamma e
papà sul lungomare, braccia conserte:
il bambino vecchio dagli occhi di vetro
della tigre buona che aveva osservato
a lungo al museo di storia naturale la
domenica precedente

*

Era il bambino più grande e grosso di
tutta la classe. Non tanto furbo ma,
tuttavia, pronto alla malignità guidata.
Non piaceva ai suoi genitori che
avrebbero voluto vederlo nei panni
del leader e che in alcuni momenti
ancora speravano per il loro unico figlio.
Ma invece di emergere, questo si limitava
ad essere buono insieme ai buoni e cattivo
con i cattivi, una pappa tanto molle,
certamente non da chiamarsi Carlo Alberto,
ma piuttosto Luigi secondo una
delle battute preferite di suo papà

*

Più volte al giorno le diceva di essere
speciale perché lei stessa era speciale.
Aveva dato vita a una bambina
senza capelli e con due grossi orecchini
rossi ai lobi. Chi era sua figlia e da dove
veniva? A volte si faceva queste domande,
ma senza troppo insistere. Non si poteva
fare almeno il tentativo di amare l’altro
per tutto quello che non si sarebbe mai
saputo di lui?

flash poetry: un freschissimo inedito di Stefanie Golisch

è un piacere poter proporre questo inedito “che migliora la vita e le persone” dell’autrice e studiosa Stefanie Golisch

Il mio vicino di casa

La vita è terribile. Io ho deciso di trovarla bella.
Bohumil Hrabal

Appesa alla corda del bucato mi
saluta la vita del vicino di casa:
una camicia da lavoro e una della
domenica, una canottiera color
marroncino, una salvietta a righe
bianche e blu e uno strofinaccio.
Mancano le mutande che immagino
dello stesso colore della canottiera.
Si sa che odia i gatti e probabilmente
anche gli uomini e, più in generale,
tutto ciò che è vivo e potrebbe, più
avanti nell’anno, fiorire
fensterblick-januarmorgen

I Am Offering this Poem di Jimmy Santiago Baca (USA, 1952)

il lavoro del traduttore, faticoso, oscuro, un omaggio a quella grande filologa e traduttrice che è Stefanie Golisch

La poesia e lo spirito

japanische-kinder

I Am Offering this Poem

I am offering this poem to you,
since I have nothing else to give.
Keep it like a warm coat
when winter comes to cover you,
or like a pair of thick socks
the cold cannot bite through,

I love you,

I have nothing else to give you,
so it is a pot full of yellow corn
to warm your belly in winter,
it is a scarf for your head, to wear
over your hair, to tie up around your face,

I love you,

Keep it, treasure this as you would
if you were lost, needing direction,
in the wilderness life becomes when mature;
and in the corner of your drawer,
tucked away like a cabin or hogan
in dense trees, come knocking,
and I will answer, give you directions,
and let you warm yourself by this fire,
rest by this fire, and make you…

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Requiem per un libro che non ci sarà: Vieni, parliamo, chi parla non è morto Lettere di Cristina Campo (1936-1972) a Alejandra Pizarnik (1963/1970) a cura di Stefanie Golisch

L'Ombra delle Parole Rivista Letteraria Internazionale

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Cristina Campo(1923-1977), scrittrice, poeta e traduttrice italiana. Unica figlia del compositore Guido Guerini. È vissuta a Bologna, Firenze e Roma. Compagna del filosofo Elémire Zolla.Nel 1977 muore a Roma in seguito ad un una congenita malformazione cardiaca all’età di 53 anni.

Disse di sé: «Ha scritto poco e le piacerebbe aver scritto meno».

Alejandra Pizarnik (1936-1972), poeta argentina. Figlia di immigrati ebrei russi. Dal 1960 al 1964 vive, studia e lavora a Parigi.Nel 1972 muore suicida a Buenos Aires all’età di 36 anni.

Disse di sé: «Scrivi poesie perché hai bisogno di un posto, dove essere quello che non sei».

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Presentazione a cura di Stefanie Golisch

Circa otto anni fa scoprì negli archivi della Princeton University (New Jersey) una raccolta di lettere di Cristina Campo alla poeta argentina Alejandra Pizarnik (1936-1972). Decisi quasi subito di tradurre queste lettere – scritte in francese, a mano –…

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Stefanie Golisch Intervista senza domande a cura di Flavio Almerighi, citazioni tratte dal libro Ferite – Storie di Berlino Ensemble, 2015 con Quattro poesie inedite

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Stefanie Golisch, scrittrice e traduttrice è nata nel 1961 in Germania e vive dal 1988 in Italia. Ultime pubblicazioni in Italia: Luoghi incerti, 2010. Terrence Des Pres: Il sopravvivente. Anatomia…

un inedito di Stefanie Golisch

scolaroPrimo giorno di scuola

Mai più solo che in quel giorno,
primo giorno di scuola: sei un
panino imbottito di menzogne.
Dolci parole ti accompagnano
fino al cancello per consegnarti
ai lupi dai denti bianchissimi.
Dopo questo, come fai ancora
fidarti di quelli che dicono di
amarti: ti hanno ingannato. Tu
lo sai e loro lo sanno, ma non
ve lo direte mai. E così che
comincia der Ernst des Lebens,
la tua solitudine irrevocabile